Das Theater der galaktischen Schwachköpfe

Ignoranz, Gleichgültigkeit, Desinteresse, Phlegmatismus, Oberflächlichkeit, Egoismus oder sogar Hass. Das sind nur einige Begriffe menschlicher Eigenschaften, denen man täglich begegnet. Auf der Straße oder im Hausflur. Bei Menschen, die in der Nähe leben. Und natürlich bei fremden Menschen. Sie leben ihr Leben. Das Leben der anderen scheint ihnen am Arsch vorbei zu gehen. Sie verbreiten und transportieren die totale soziale Verwahrlosung und fühlen sich durch einen vermeintlich existierenden gesellschaftlichen Trend bestätigt. Missachtung grundlegender Höflichkeitsformeln, die für ein konstruktives Miteinander notwendig sind, sind für diese Menschen Gang und Gäbe. Sieht man ihnen ins Gesicht, überkommt einen Abscheu ob dieser negativen Schwingungen und man empfindet einen Flucht-Reflex.
Es ist schwer nachvollziehbar, wieso diese Menschen so sind, wie sie sind. Haben sie nicht alles, was sie brauchen? Wärme, ein Dach über dem Kopf, reichlich Auswahl an Essen und Trinken. Womöglich ein großes Poser-Auto vor der Tür stehen. Haus und Kinder. Doch anscheinend muss es an etwas anderem liegen. Woran denn bloß? Und weshalb läßt man seine negativen Energien an anderen Menschen aus? Was können die anderen Menschen dafür? Ist es nicht so, dass jeder zumindest ein Stück weit seines Glückes Schmid ist? Wenn ich also unfähig bin, mich aus dem psychischen Elend, indem ich mich anscheinend befinde, selbst zu befreien, dann ist es doch nicht die Schuld der anderen Mitmenschen?

Ich fürchte, diese Gedanken reichen bereits zu weit. Diese Menschen haben nicht gelernt, ein Ventil für ihr selbst herbei geführtes oder empfundenes Leid zu finden. Sie hassen vielleicht sogar die anderen, glücklicher wirkenden Menschen dafür. Und deshalb sind sie so.

Und auch die folgende, rational und logisch nachvollziehbare Überlegung wird diese Menschen nicht dazu veranlassen, die Dinge anders zu sehen und vielleicht freundlicher zu den Mitmenschen zu sein. Denn letztlich leben wir alle, wenn alles gut läuft, 70-80 Jahre auf diesem Planeten zusammen. Dann, wenn man der rein wissenschaftlichen Betrachtungsweise folgt, ist es aus. Ende. Nada. Finito. Game Over. Wieso also, sollte ich in dieser kurzen Zeit ein Arsch meinen Mitmenschen gegenüber sein? Wäre es dann nicht sinnvoller und konstruktiver, in dieser Zeit etwas konstruktives zu verkörpern und zu hinterlassen, anstatt in Kauf zu nehmen, dass nach meinem Ableben ein schlechtes Bild in meinen Mitmenschen von mir verbleibt und/oder diese im Nachhinein sogar froh sind, dass ich weg bin? Oder dass sie gar über mich lästern werden? Und wieso sollte ich in dieser kurzen Zeit überhaupt in irgendeiner Form destruktiv oder unfreundlich sein?

Zitate: Philip K. Dick

Ich begegnete einem Wesen, das mich mit heftigem Phosphoreszieren wach hielt. Das Wesen war anscheinend nicht an Raum und Zeit gebunden. Es teilte sich mir direkt in meinem Kopf mit einer Stimme wie von einem Computer oder einer künstlichen Intelligenz mit. Es klang nicht wie eine menschliche Stimme, es war weder männlich noch weiblich. Es war eine sehr angenehme Stimme, das schönste Geräusch, das ich je gehört habe. Es war eine ionisierende, atmosphärische, elektrische Lebensform, die nach Belieben durch Zeit und Raum reisen konnte und die sich tarnte, um nicht von uns gesehen zu werden.
Im Laufe der nächsten Tage führte die ‚Überlagerung‘ -das ist das richtige Wort dafür- die Überlagerung einer anderen Persönlichkeit über die meine zu verblüffenden Veränderungen meines Verhaltens. Ich schließe daraus, dass ich nicht Wahrnehmungfähigkeiten hinzugewonnen habe, sondern Wahrnehmungsfähigkeiten zurück gewonnen habe, denn wir sind durch unsere verstümmelten Fähigkeiten gefangen. Die Verstümmelung selbst läßt uns übersehen, wie deformiert wir sind.

Ich komme zu dem Schluss, dass ich nie erfahren werde, was da wirklich geschehen ist. Irgendein lebendes, hochintelligentes Wesen manifestierte sich in mir und in meiner Umgebung, doch was es war, welche Absichten es verfolgte und woher es kam – ich versuchte mich an tausenden von Theorien, und alle klangen gleich gut, doch ließen verschiedenen Daten unerklärt und ich weiß, dass sich dies nicht ändern wird.
Ich habe den Eindruck, dass da ein meisterlicher Magier, Zauberer und Trickser im Spiel ist.

Philip K. Dick (*1928 +1982), Science-Fiction-Autor, Auszug aus einem nicht fiktiven Bericht von 1978.

Corona und die Deutschen: Sind wir bornierte Urlaubsaffen?

Es ist jetzt ca. 2-3 Wochen her, da schrie eine auflagenstarke Tageszeitung das heraus, was viele Deutsche angeblich dermaßen wurmt, dass es, laut der Redaktion dieser Zeitung, scheinbar nicht mehr auszuhalten ist: Wir Deutsche werden wegen der Corona-Maßnahmen um unseren Urlaub gebracht!

Erst mussten wir auf das Reisen über Weihnachten verzichten, dann auf die Urlaubsreise zu Ostern und nun sei auch noch der Sommerurlaub stark gefährdet. Das geht natürlich garnicht!

Wenn ich solche Schlagzeilen lese, frage ich mich, in welchem Land ich lebe, bzw. welche Motivationen bei meinen Mitmenschen wohl vorherrschen? Dann steht natürlich die Frage im Raum, ob das, was dort steht, auch der Realität entspricht? Denn das würde ja bedeuten, dass viele meiner Mitmenschen eine Art ‚bornierte Urlaubssüchtige‘ wären, deren einziges oder wichtigstes Ziel es sei, in den Urlaub zu reisen. Denn in der Art wird es ja in dieser Zeitung dargestellt.
Dann fragt man sich, wie die Redakteure dieser Zeitung eigentlich darauf kommen, einerseits diese Schlagzeile zu formulieren bzw. sich einfallen zu lassen? Und andererseits, könnte diese Darstellung der Belange, Bestrebungen, Motivationen und Interessen tatsächlich dem entsprechen, was die Leser dieser Zeitung umtreibt? Oder ist es bloß das Bild, dass die Redaktion dieser Zeitung von ihren Lesern hat?
Kann ich als Leser dieser Zeitung eigentlich dieses Bild unterstützen? Dass ich also ein bornierter Urlaubssüchtiger bin, dem fast nichts wichtiger ist, als in den Urlaub, möglichst weit weg, zu reisen?
Aber wie komme ich eigentlich darauf anzunehmen, dass es borniert sei, ständig mit dem Gedanken zu spielen, in den Urlaub reisen zu müssen?

Mir kommen dabei immer meine Großeltern in den Sinn. Sie haben das Reisen auch geliebt, doch verhielt sich dies in einem ausgewogenen Rahmen. Meine Großeltern waren einfache Leute. Sie waren in einfachen Berufen tätig, Handwerk oder Industrie. Es wurde nur alle paar Jahre Urlaub gemacht und dann sind sie maximal nach Österreich gefahren. Mit dem Zug, versteht sich. Ein Auto war oder wäre erst nach (sehr) vielen Jahren des Sparens drin gewesen und eine solch weite Strecke mit dem Auto zurück zu legen, wäre ihnen nicht in den Sinn gekommen. Man hätte wohl die meiste Zeit im Auto verbracht. Damals war das Fliegen auch viel teurer als heute. Zudem hegte man Vorbehalte wegen der Sicherheit.
Um es zusammen zu fassen, auch, wenn meine Großeltern so gut wie nie ins Ausland gereist sind, so waren sie doch zufrieden, was das Stillen dieses ‚Bedürfnisses‘ angeht. Wenn etwas seltener vorkommt, wird es eben nicht zur Gewohnheit und man weiß es besser zu schätzen. Die Wertschätzung ist eine ganz andere, als wenn man es bloß konsumiert, weil es eben da ist, günstig ist und quasi ein wie Wegwerfartikel. Es wird dann seiner selbst Willen gemacht, und nicht etwa, weil es etwas besonderes ist.

Wie ist es heute? Rund um das Reisen ist eine riesige Industrie entstanden, die jeden Deppen dort hin bringt, wo er eben hin möchte. Reisen ist quasi schon mehr als nur ein Konsumartikel. Manchen Artgenossen zufolge, fehlt eigentlich nur noch ein Schritt dahin, dass es quasi als Grundrecht in das BGB aufgenommen wird. Es wird schon als Eingriff in ein imaginäres Grundrecht betrachtet, wenn man nicht jederzeit überall hin reisen kann.
Reisen wird konsumiert. Unreflektiert und uneingeschränkt. Dabei ist es manchen Menschen völlig egal, welche Folgen das Reisen oder der Tourismus hat. Hauptsache man kann fliegen und basta. Es wird eben seiner selbst Willen gemacht. Es ist eben eine Frage des Bewußtseins und damit ist es bei vielen Menschen eben nicht sonderlich weit her.
Fragt man nach oder äußert man sein Unverständnis ob dieser seltsamen Entwicklung, bekommt man gesagt, dass man dafür Verständnis haben müsse, denn vielen Menschen ist der Alltag derart trist, dass ein Urlaub, beispielsweise auf Mallorca, einer der wenigen Lichtblicke im Jahr ist.
Dazu muss man sagen, dass, wenn die Ursache der triste Alltag ist, wieso die Menschen dann nicht diese Ursache angehen, anstatt als Ventil einen Urlaub zu machen? Wenn man derart frustriert ist wegen der eigenen Lage, wieso wird man nicht kreativ und sucht sich Methoden, um den langweiligen und tristen Alltag zu verbessern? Kann ein Urlaub wirklich das übrige verzweifelte und bedauernswerte Leben retten bzw. verbessern? Und wenn schon das eigene Zuhause derart langweilig, öde und trist ist, wieso gestaltet man es nicht mit dem Geld, welches ich spare, wenn ich nicht in den Urlaub fahre, neu, bunter und abwechslungsreicher?
Mir ist das alles zu hoch und es kommt mir vor, dass diese ganze Entwicklung nicht angemessen und peinlich ist. Ich komme mir vor, als lebe ich nicht ‚im Land der Dichter und Denker‘, sondern eher im Land der hirntoten Konsumtiere, denen als letztes verbliebenes Mittel der persönlichen Ausdruckweise und des Aufbegehrens das Verhalten eines bornierten Urlaubsaffen bleibt.
Aber vielleicht sind viele Menschen ja garnicht so, wie in dieser Zeitung dargestellt? Ich habe da so meine Zweifel…

Ernte in unserer Brennstoff-Plantage und die alte Dame, die keine Hunde mag…

In unserer Brennstoff-Plantage wurde neulich geernet. Der Besitzer brauchte wieder Geld. Außerdem muss die Baumkrone gelichtet werden, weil das besser für die Natur ist.

Herr W. und Frau Z. bekommen auch einige Raummeter Brennstoff, damit ihnen im Winter nicht kalt ist und sie nicht frieren müssen.

In den Wochen danach, kamen Herr W. und Frau Z. und viele andere mit dem Auto direkt in den Wald gefahren und haben die Bäume mit Kettensägen zu Brennholz geschnitten, weil das einfacher ist und es sich nicht vermeiden läßt, wie Herr W. mir persönlich innerhalb eines Gespräches auf Nachfrage sagte.

Herr W. und Frau Z. und die vielen anderen konnten aber nicht alles gebrauchen, nur das große oder gute Holz, weil das für den Kamin geeignet ist. Deshalb haben sie den Rest im Wald liegen gelassen. Ist ja auch irgendwie hübsch anzusehen.

Später, als wir durch die auf diese Weise interessant neu gestaltete Brennstoff-Plantage mit unseren Hunden gewandert sind, wurden wir von einer alten Dame angesprochen. Sie wies uns darauf hin, dass einer unserer Hunde nicht an der Leine lief. Doch dies ist in Deutschland jedes Jahr ab dem 01.04. Pflicht. Wir hatten nicht daran gedacht.
Innerhalb eines Gespräches verriet die Dame uns, dass sie bereits seit 50 Jahren durch diesen Wald spazieren geht und festgestellt hat, dass die Population der dort beobachteten Vögel in den letzten Jahren drastisch abgenommen habe. Deshalb sei es auch wichtig, dass wir unseren Hund ab dem 01.04. an der Leine führen.
Das habe ich als logisch und folgerichtig empfunden, insbesondere, da ja ansonsten auch nicht gerade pfleglich mit dem Wald, bzw. der Brennstoff-Plantage, umgegangen wird.
Denn dann werden die Vögel zumindest nicht von etwaig frei laufenden Hunden verscheucht. Das macht Sinn.
Es macht zudem vorallem auch deshalb Sinn, damit unsere Hunde nicht im Flüsschen Dinge aufsammeln können, die dort vorzufinden sind, wie etwa altes Gummi oder Öl-Lachen, die sich in kleinen Aussparungen entlang des Ufers ansammeln.

Wenn die Hunde an der Leine sind, können sie das Öl und sonstige Hinterlassenschaften der Zivilisation auch nicht aufnehmen. Denn sonst würde ihnen ja schlecht werden oder sie könnten sich vergiften.
Deshalb auch meinen Dank an die alte Dame, die keine Hunde mochte.
Es gibt doch nichts über pflichtbewußte und weitaus vorausschauende Menschen, deren ehernes Ziel und Motivation die Gesundheit und das Wohlergehen der Mitmenschen und Tiere ist.

Können wir die Fragen und Rätsel nach dem Leben und dem Tod wissenschaftlich, d.h. rational verstehen?

Ein kleiner Beitrag, den ich zu dieser Fragestellung bei yt geschrieben habe. Dank geht auch an Philzer, für die Ideen und Anregungen, dies besser zu verstehen, zu ordnen und gedanklich sinnvoll in eine Formulierung koordiniert zu bekommen.

Mit unserem rationalen Denken und Verständnis dessen, was Leben und Tod ist oder bedeutet/bedeuten könnte, werden wir diese Fragen oder Rätsel nicht lösen können, denn die Welt ist irrationaler Natur.
Das ist sogar wissenschaftlicher Konsens. Oder sollte es zumindest nach dem materialistischem Weltbild sein. Denn jede Annahme eines rationalen Urgrundes oder Ursprungs führt zu einer Form der zielgerichteten Entwicklung, sprich hin zu einem Plan oder Design. Denn Rationalität bedeutet, hin zu einem Ziel zu denken, zu entscheiden, zu planen und zu handeln. Und, dass die Natur einem Plan folgt oder sich hin zu einem Ziel entwickelt, das dürfte wohl so ziemlich das letzte sein, was die Wissenschaft haben möchte. 😉
Wir Menschen haben vielmehr die Rationalität für uns entdeckt, oder waren aufgrund unserer körperlichen Ausgestaltung dazu in der Lage, die Welt rational zu deuten, zu beschreiben, zu verstehen oder zu nutzen, was wiederum aber gleichzeitig nicht bedeutet, dass die Natur selbst rational ist. Das führte zu dem, was wir heute kennen.
Das gab es vor uns Menschen nicht. Warum? Weil es vorher keine Lebensformen auf der Erde gab, die eben die Rationalität genutzt haben. Es gab nur die Natur. Zwar nutzen wir unsere Rationalität, wir verfolgen damit aber überwiegend irrationale Ziele. Das wundert nicht, denn wir selbst entstammen der irrational operierenden/’funktionierenden‘ Natur und sind somit selbst im tiefsten Inneren unseres Selbst irrational.
Beispiele. Ich liebe. Ich werde nicht geliebt. Ich bin gierig. Ich will immer mehr. Ich will Erfolg. Ich will Millionär werden. Ich will Anerkennung. Ich will Macht. Ich freue mich. Ich bin traurig. Ich möchte besser sein als andere. Ich möchte schnell und einfach und möglichst bequem von A nach B kommen. Und so weiter und sofort. Das sind alles, aus der Sicht der natürlichen Begebenheiten und Mechanismen (des natürlichen Ursprungs), völlig irrationale Bestrebungen. Denn wir können diese Motivationen rational nicht erklären, denn im eigentlichen Sinne sind sie irrational. Wenn wir im tiefsten Inneren rational agierende/funktionierende/denkende und handelnde Wesen wären, hätten wir diese Motivationen nicht und würden nicht danach trachten, ihnen nachzugehen bzw. diese Ziele zu verfolgen. Aber exakt das tun wir bzw. sind das unsere Motivationen.
Wir nutzen also die Rationalität, um unsere irrationalen Ziele zu erreichen. Dieses Werkzeug der Rationalität nun dazu zu nutzen, um Leben und Sterben zu verstehen oder zu deuten oder etc. (Erscheinungen, die der Natur entstammen), halte ich daher für nicht angemessen, irrig, falsch und nicht zielführend. Denn wir können per definitionem die Natur, oder gar diese Welt, nicht rational verstehen. Denn sie ist irrationaler Natur. Siehe oben.

Phänomen Traum. Serienträume. Das schwarze Nichts und die irreversible Zerstörung der Umwelt.

Mit der Reihe ‚Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

Vor einigen Jahren hatte ich, wiederum über Jahre hinweg, zahlreiche ähnliche Träume, die stets das gleiche Element beinhalteten: Die irreversibel zerstörte Umwelt. Dies wurde in diesen Träumen fast ausschließlich als eine Art schwarze Wolke am Himmel dargestellt. Lediglich in einem Traum befand sich diese schwarze Wolke nicht am Himmel, sondern in Bodennähe.
Die Träume skalierten in der Dramatik, d.h. sie wurden immer drastischer in dem, was geschah und welchen (bleibenden) Eindruck sie hinterließen.
Ich erinnere mich, dass einer der ersten Träume damit begann, dass ich mich in meiner Wohnung befand (also, nicht in einer Wohnung, die mir aus dem RealLife bekannt wäre, sondern eine Wohnung, welche ich in der Traumwelt als ‚meine Wohnung‘ erachtete oder empfand) und durch das Zimmerfenster schaute. In einiger Entfernung bildete sich diese schwarze Wolke ab. Ähnlich, als ob ein Unwetter aufzieht und sich alles dunkelgrau verzieht. Nur war dort eine sehr dunkle Wolke, die eben so dunkel war, dass sie tief schwarz war. Blankes Schwarz, nur schwarz. Keine Strukturen, vielleicht am Rand dieses Gebildes. Aber der große Kern einfach nur schwarz. Das wirkte sehr bedrohlich und machte Angst. Ich hatte auch den Eindruck, dass es keine Wolke als solches darstellen sollte, sondern es symbolisierte eine Art Nichts. Ein schwarzes Nichts. Und dieses Nichts war dadurch entstanden, weil wir die Umwelt derart zerstört hatten, dass dieses Nichts nun in unserer Welt war und auch nicht weg geht. Es war dramatisch und diese Dramatik war das Symbol dafür, dass der Schritt oder der Zeitpunkt überschritten war, dass wir in der Lage wären, Gegenmaßnahmen gegen die Umweltzerstörung (d.h. gegen das schwarze Nichts) einzuleiten und das Blatt noch wenden zu können. Wir haben keinen Handlungsspielraum mehr, um das Blatt zu wenden. Es wird uns heimsuchen und wir können nichts dagegen unternehmen. Das Symbol dafür, dass es keinen Weg mehr zurück gibt, dass die (Um)Welt im Begriff ist, unterzugehen. Unsere Welt ist im Begriff unterzugehen oder sich zumindest in eine Art Chaos zu verwandeln. Und das schwarze Nichts wuchs in der Reihe dieser Träume. Es wurde immer bedrohlicher.
Da diese Traumreihe etliche Jahre her ist, kann ich die einzelnen Träume in der Reihenfolge nicht mehr einzeln beschreiben. Ich weiß nur noch, dass es zu dieser aufsteigenden Dramatik kam.
In dem o.g. Traum, der einer der ersten dieser Art war, zog ich einfach die Gardinen, Vorhänge oder so etwas zu oder ich drehte mich um, um ‚das Problem‘ zu ignorieren und nicht mehr hinblicken zu müssen.
Das gelang auch. Ich sah es nicht mehr und musste nicht daran denken.
Doch, in Folge der Träume, war dies nicht mehr möglich. In einem der darauf folgenden Träume, krachte das Fenster auf, oder etwas in der Art. Die schwarze Wolke war derart groß angewachsen, dass das Fenster nicht mehr hielt. Das schwarze Nichts wächst und wächst.
In einem Traum dieser Reihe war das Nichts eine Art große Wolke, die sich, wie oben erwähnt, jedoch in Bodennähe bewegte. Einige andere Menschen und ich liefen vor ihr weg. Dabei war das Nichts direkt hinter uns und wir konnten eine Weile gerade eben so davor weg laufen. Doch es war direkt hinter uns. Das war sehr bedrohlich. Das Nichts würde alles verzehren und was folgt, ist die Nicht-Existenz. Es würde alles einfach verschlingen und dann wäre Nichts. Einfach so. Alles, was unsere Welt ausmacht, inhaltlich und aber auch materiell. Alles das wäre einfach weg. In dem Nichts verschlungen.
Immer, wenn jetzt ein Unwetter im RealLife aufzieht und/oder es blitzt und donnert, erinnert es mich an diese Träume und ich denke daran, dass dies das Verderben ist oder andeutet. Und ich fühle das gleiche wie in diesem Träumen. Es ist schrecklich. Der Untergang, unser Untergang, wird damit beginnen. Das Wetter wird Chaos sein und Vernichtung wird einhalten. Es wird uns verschlingen. Deshalb bekomme ich auch zunehmend Angst, wenn es wieder solche Wetter-Kapriolen gibt wie in den letzten Jahren. Denn für mich ist es dann nicht einfach ’schlechtes Wetter‘, das lediglich temporär ist oder anhält. Es ist der Beginn des Endes. Das alles verzehrende Nichts ist in unserer Welt. Weil wir sie zerstört haben. In unserer Dummheit. Und nun ist es da und geht nicht mehr weg. Eine zunehmende Bedrohung unserer Existenz. Ein immer größer werdendes Problem, wogegen wir nichts mehr tun können. Doch das zermürbende und alles erdrückende Gefühl ist eben, dass es da ist, weil wir so dumm waren und, dass es wachsen wird. Immer weiter, bis es nichts mehr gibt. Und niemand und nichts wird dagegen etwas unternehmen können. Es ist einfach schrecklich, diese Perspektivlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit.

Bewußtsein, eine kausale Herleitung

Das Bewußtsein muss eine inhärente Eigenschaft dessen sein, was ist.

Es erinnert mich an ein Gedankenexperiment, welches ich in Richtung Kausalität vorgenommen hatte.
Was ist ursächlich?

Weil es Töne (Schallwellen, Akustik) gab, bildete sich das Gehör.
Ursache: Informationsübertragung via Schallwellen.
Reaktion dessen, was ist: Ein Gehör.

Auf diese Weise kann man es für alle Sinne und auch fast alle Gliedmaßen/Organe/physische Formgebungen anwenden.
Man bekommt einen eindeutigen und zweifelsfreien kausalen Zusammenhang. Es folgt einer messerscharfen Logik.
Denn, angenommen es existierte kein Schall in unserer Welt. Hätte sich dann ein Gehör ausgebildet?
Es bildete sich eine körperliche Ausprägung oder ein Organ, weil es etwas zuvor gab, worauf das, was ist, reagiert hat. Um es nutzen zu können. Oder, nach der Evolutionstheorie, weil es einen Vorteil ergab.

Doch, wie ist es beim Bewußtsein?
Weil es das Gehirn gab, bildete sich das Bewußtsein?
Das würde nicht passen, denn das Gehirn ist, wenn man es analog zum Gehör behandeln wollte, bereits das Organ, das sich aufgrund von ‚etwas‘ gebildet haben mag. Es würde auch nicht erklären, ‚wieso‘ sich das Gehirn derart bildete, dass es das Bewußtsein hervorzubringen in der Lage wäre. Demnach müsste sich das Gehirn derart gebildet haben, weil etwas zuvor existiert hat, weshalb es sich in dieser Form und Struktur gebildet hat.
Wir müssten also zuvor eine Herleitung dafür finden (wie beim Gehör), wieso sich das Gehirn (respektive Gehör) derart ausbildete, wie es sich ausbildete.
Nächste Versuch.
Weil es Bewußtsein gab, bildete sich das Gehirn.

Hier wäre die Analogie zum Schall und der Ausbildung des Gehörs gegeben. Es würde in das Schema der Kausalitätsbeziehungen der Ausbildung aller Sinne und Körperteile passen.
Es würde auch erklären, weshalb das Gehirn sich derart ausgebildet hat, wie es sich ausgebildet hat.
Wieso soll es gerade beim Gehirn (das Organ) anders als bei allen möglichen körperlichen Ausprägungen sein?
Und, nach obiger Beschreibung/Herleitung, wieso sollte es sich entgegen einer messerscharfen, kausalen Argumentation verhalten?
Weil wir das Bewußtsein nicht auf die gleiche Weise messen können, wie wir Schallwellen messen können?
Können wir das Bewußtsein tatsächlich nicht messen?
Na, dann frage ich mich, wie man sich das erklären kann, einerseits, wie mein obiger Text entstanden ist?
Andererseits, wie es durch diesen Text dazu kommen kann, dass sich bei allen Lesern etwas verändert?
Nochmal die Frage.
Können wir das Bewußtsein tatsächlich nicht messen?

Das Bewußtsein muss eine inhärente Eigenschaft dessen sein, was ist.

Phänomen Traum: Serien-Träume. Weitere Begegnungen mit Lilly…

Mit der Reihe ‚Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

Ja, es ist schon erstaunlich und spannend, wenn man seine Träume aufzeichnet und im Zuge dessen erstaunliche Zusammenhänge feststellt, die man ansonsten bestenfalls für einen kurzen Moment vielleicht geahnt hätte, aber sehr wahrscheinlich wieder direkt verworfen und als Zufall abgetan hätte.

So hatte ich bereits ein halbes Jahr, bevor unsere liebe Hündin Lilly uns verlassen hat, in meinem Traum ‚Lilly kann uns bei unserem weiteren Weg nicht weiter begleiten‚ in wirklich bemerkenswert eindeutiger, da aussagekräftiger Weise davon geträumt, dass sie sich von mir ‚im Geiste‘ verabschiedet hat.
In der Nachfolgezeit hatte ich seitdem erneut zwei Träume, in denen ich Lilly begegnet bin. Dies geschah in beiden Träumen ähnlich. In einer gewissen Weise unerwartet, fand ich sie vor.

Traum 1
Da dieser Traum mittlerweile 4-5 Monate her ist, kann ich mich nicht mehr an jedes kleinste Detail erinnern. Aber der Haupt-Handlungsstrang ist einerseits in den Grundaspekten ähnlich mit dem ersten Traum, in dem Lilly sich von mir geistig verabschiedet hat. Andererseits sind es gerade die Unterschiede, die extrem bemerkenswert sind. Bemerkenswert deshalb, weil sie direkt in Beziehung zur aktuellen Situation stehen.
Im Nachhinein empfinde ich fast schon als unheimlich, wie dieser Traum im Grunde Bezug auf mein Dasein und meine Empfindungen in der Gegenwart nimmt.

Ich befinde mich in diesem Traum mit meiner Frau in einem Zug und wir sind auf der Reise. Wir haben auf dieser Reise ein definiertes Ziel, eine Stadt und/oder einen bestimmten Bahnhof. Wie oben erwähnt, ereignen sich einige Dinge auf dieser Reise, an die ich mich aber nicht mehr so ganz erinnere. Daher weiß ich das nicht mehr ganz so recht. Letztlich befinde ich mich in der Lok des Zuges. Diese gibt es aber nicht mehr, sondern nur noch das Fahrwerk der Lok. Das klingt etwas crazy, aber manche Träume sind halt etwas abgefahren. Ich sitze direkt auf dem Fahrwerk der Lok, quasi fast auf den Schienen und steuere den Zug. Man beachte an dieser Stelle bereits den Zusammenhang zum ersten Traum. Ich, oder in diesem Traum wir, befinden uns auf der Reise.
Aus irgendeinem Grund, an den ich mich nicht mehr erinnere, beschließe ich, einen Bahnhof/Station vor unserem eigentlichen Ziel bereits den Zug zu verlassen. Ich wollte mich dann später mit meiner Frau am Ziel wieder treffen. Gewissermaßen habe ich also einen Abstecher gemacht, indem ich eine Station vorher aussteige.
Nun verlasse ich den Zug und gehe am Bahnsteig entlang und plötzlich bemerke im Durcheinander, welches auf dem Bahnsteig herrscht, es liefen viele Personen hin und her, einen kleinen unscheinbaren Hund und es war Lilly!
Es wirkte fast wie Zufall und es war auch nicht so, dass Lilly nun dort auf mich gewartet oder mich erwartet hätte. Lilly bemerkte mich auch nicht erst, wie es im RealLife der Fall ist, dass ein Hund bereits da steht, weil er/sie das Herrchen/Frauchen bereits gehört oder gerochen hat.
Es war so, als hätte ich sie zufällig dort gesehen und getroffen.
Ich freute mich jedenfalls riesig! Ich rief: „Lilly, was machst du denn hier?“.
Ich war so voller Freude. Es war hinreißend! Ich nahm sie in den Arm und freute mich so sehr, dass ich sie gefunden hatte, wie man es sich nicht vorstellen kann.

Traum 2
Dieser Traum ist erst 1-2 Wochen her. Ich befinde mich mit meiner Frau in einem Ort, der nicht unserem Wohnort gleicht. Er ähnelt eher einem Ort oder einer Stadt, in der ich früher gewohnt habe. Aber es ist doch anders. Es ist ruhig, grün mit vielen Pflanzen und schön. Jedenfalls gehen wir mit den Hunden raus. Während unsere jetzige (noch lebende) Hündin an der Leine geht, vermisse ich plötzlich unsere Lilly, die in diesem Traum und unserem Eindruck nach, frei gelaufen war. Wir befinden uns am Kopf eines Parkplatzes. Am Ende des Parkplatzes kommt eine schmale Straße. Wie es sonst (im RealLife) auch der Fall ist, laufe ich also los, um Lilly zu suchen. Ich durchquere den Parkplatz und laufe zur Straße hin. Auf der anderen Straßenseite befindet sich der Bürgersteig und davon abgehend eine Ausbuchtung. Man kann sich das wie eine Haltebucht einer Autobahn-Baustelle vorstellen, fast in dieser Weise wie ein Ruheplatz für Spaziergänger. Eine Mauer grenzte den Bürgersteig bzw. diese ‚Haltebucht für Spaziergänger‘ nach hinten hin ab. Über diese Mauer hinweg und bis in diese Bucht hinein, ragten Blütenpflanzen. Weiße Blüten hingen herab. Sehr schön. Vor dieser Blütenpracht sah bzw. fand ich nun Lilly. Sie stand davor und schnupperte an diesen schönen, weißen Blüten. Völlig unbedarft, ruhig und neugierig und genußvoll stand sie dort und schnupperte an diesen Blüten. So, als ob ihr das garnicht bewußt war, dass sie weg gelaufen war. So, als ob sie garnicht weg gelaufen war, sondern ‚für sich war‘. So, als ob sie schon länger weg war und sich dessen garnicht bewußt war. Irgendwie so, als ob sie in einer ganz anderen Welt lebt und eine Pause machte, indem sie an diesen Blüten schnupperte. Es wirkte ebenso wie im Traum 1 eher wie Zufall. Die Empfindungen sind an dieser Stelle schwer zu beschreiben. Die Szene, als ich sie dort stehen und schnuppern sah, wirkte voller Unschuld, Neugier und Reinheit. Ich rief zu ihr: „Lilly! Da bist du ja!“. Wie im Traum 1 freute ich mich so riesig(!), dass ich sie gefunden hatte! Es war wundervoll und so umwerfend schön, dass man es mit Worten nicht beschreiben kann. Ich war so froh und glücklich, sie gefunden zu haben! Und in diesem Moment wirkte sie so unschuldig. Es war so wunderschön. Wiederum umarmte ich sie voller Freude und Glück und ich war derart glücklich, sie gefunden zu haben.