Mein Haus, mein Auto, mein TV, mein Handy. Aber die Umwelt will keiner haben.

Keine Frage, um die Qualität des eigenen Bewußtseins zu verbessern, bedarf es oftmals nur kleiner, banaler Maßnahmen.
So reicht ein Wort aus, um sich selbst hinsichtlich des Schutzes der Umwelt zu sensibilisieren.
Denn üblicherweise sagt man: Die Umwelt.
Aber wieso sagt und vorallem denkt man nicht: Meine Umwelt? Oder Deine Umwelt? Oder unsere Umwelt?
Die Umwelt scheint ein Ding zu sein, das fern von uns selbst irgendwas abstraktes zu sein scheint.
Und dass uns deshalb anscheinend nicht weiter tangiert. Irgendwie ‚ein Ding‘.
Doch Umwelt ist beispielsweise und ganz konkret die Luft, die wir zum Atmen brauchen.
Oder das Wasser, das wir trinken müssen, um zu überleben.
Eine intakte Umwelt ist die Grundlage, die unsere und meine Existenz sicherstellt.
Wenn ich also in dem Bewußtsein durch die Welt gehe, dass es nicht Die Umwelt ist, sondern Unsere Umwelt, die Umwelt meines Nächsten und auch Meine Umwelt, dann beginnt ein Prozess in uns selbst, der dazu führt, dass man eher reagiert, wenn jemand unsere Umwelt verpestet oder mit Füßen tritt.

Seitdem ich so denke und es mir stets bewußt mache, finde ich z.B. das Verhalten, dass Leute das Auto laufen lassen, während sie bequem zum Bankautomaten gehen, eine Zumutung.
Denn sie verpesten damit unsere und meine Umwelt. Die Umwelt gehört nicht allein denjenigen, die sie verpesten. Sie gehört allen und jedem ein Stück weit. Damit ist das laufen lassen des Motors ein echter Angriff auf unser und speziell mein Wohlergehen.
Dieser gedankenlose Banause verpestet also nicht irgendwas, was mich nichts angeht. Er verpestet unsere und meine Welt.
Das muss man sich bewußt machen!
Wenn er schon so blöde ist, und sich keine Gedanken um sein eigenes oder das Wohlergehen seiner Nachkommen macht, was bereits nicht zu tolerieren ist, dann muss er sich dafür verantworten, die Umwelt seiner Mitmenschen zu verpesten!
Er verpestet nicht irgendwas abstraktes. Es ist ganz konkret meine und unser aller Luft, die verpestet wird!

Das Los des Armseeligen birgt als Hauptgewinn die Verdammnis

Sie fühlen nicht das Leben,
werden geführt durch die kalte Hand der nackten Existenz,
womit sie handeln und zu überzeugen wissen,
ist das absolute Regime der Angst,
mit Feuer und Flamme für die Idee der Macht
töten sie nicht nur wahrhaftig und zu jeder Zeit,
sondern auch im Geiste den Keim des Menschen
durch das Schwert der Einfältigen und Dummen.

Ihre Argumente tragen schwer,
und so wissen wir, was zu tun ist,
sobald das Gefühl vernichtet ist
und gegen das bessere Wissen,
vertrauen wir auf die Urmacht der Gewalt,
die stets Rechtfertigung erhält durch die Einfachheit
des Profits und der Zahlen,
die auf einem Berg aus Leichen aufgehäuft triumphieren
und auf dem Scheiterhaufen der Zeit
unser Gewissen beruhigen, damit uns nicht die Furcht ergreift,
dass wir den falschen Weg gewählt und am Ende
der Tage des Daseins das falsche gemacht und entschieden haben,
alles für einen Lohn, den es nicht gibt,
wenn erst die Zeit aufgebraucht ist
und ein jeder spürt,
dass alles eine Illusion war,
ein Konstrukt für die wenigen, die profitieren
von der Energie des Lebens der übrigen,
den Gutgläubigen, Aufrichtigen und Ehrlichen,
deren Licht so rasch aufgezehrt ist,
dass wir scheitern werden.

(2015 – Über das, was die Gier, die Macht und der Kapitalismus aus uns Menschen macht)

Was mir zur Regierungszeit von Helmut Kohl einfällt

Helmut Kohl ist heute gestorben.
Ich weiß. Man soll nicht schlecht über Verstorbene sprechen.
Daher halte ich hier lediglich fest, was mir zu der Zeit einfällt, wo diese Person regiert hat und wie diese Ereignisse sich seinerzeit für mich ganz persönlich dargestellt haben.

  1. Helmut Kohl ist nicht regulär durch Wahlen an die Macht gekommen. So stellte es sich für mich seinerzeit dar. Ich war 13 Jahre alt.
    Er hat nur durch einen Trick Helmut Schmidt, der ihm -meiner Meinung nach- in mannigfaltiger Art und Weise bei weitem überlegen war, absetzen können.
  2. Zur Zeit, als die CDU mit Helmut Kohl an die Macht kam, war unsere Familie vom Sozialamt abhängig, weil meine Eltern sich haben scheiden lassen. Meine Mutter sagte damals: „Wenn die CDU an die Macht kommt, werden uns mit Sicherheit Leistungen gestrichen.“ Tatsächlich, wenn ich mich recht erinnere, gab es Kürzungen im Sozialsystem.
  3. Nach dem Fall der Mauer kamen sehr viele Menschen nach Deutschland, die vorher hier nicht gelebt haben. Viele dieser Menschen haben sehr schnell Häuser bauen können. Es gibt sogar halbe Siedlungen, wo sich diese Menschen Häuser gebaut haben. Während gleichzeitig im Sozialsystem Kürzungen vorgenommen worden sind. Das habe ich nie wirklich verstanden, wie man mit dem eigenen Volk derart umgehen kann.
  4. Als ich das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgemacht hatte und Bafög bezog, um über die Runden zu kommen, sah ich ein Interview im Fernsehen, wo Helmut Kohl von einer ‚Bringschuld‘ für Leute sprach, die Bafög bezogen. Anschließend fühlte ich mich schlecht und kam mir vor wie ein Sozial-Schmarotzer. Dabei hatte ich nur vor, mich weiter zu bilden und somit meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Dazu nahm ich Rechte wahr, die dazu vom Staat geschaffen worden sind. Kohl (oder seine Experten-Mitarbeiter) hatte wohl dieses Grundprinzip nicht verstanden, dass es aus Sicht des Staates sehr viel lukrativer ist, Menschen zu unterstützen, die später potentiell mehr verdienen und somit mehr Steuern zahlen können als dass man gar nichts wieder bekommt. Zudem zahlen diese Leute einen Teil der geliehenen Mittel sogar wieder zurück. Selbst lebte Kohl von seinen Verdiensten wohl auch nicht so schlecht. Gelder, die von Steuerzahlern stammten. Ich glaube nicht, dass ihm jemand deshalb mal ein schlechtes Gewissen eingeredet hat.
  5. Zur vierten Bundestagswahl, bei der Kohl kandidierte, hatte jemand in Ibbenbüren auf ein Wahlplakat der CDU mit Kohl drauf ein Graffiti hinterlassen: „Unser dicker König“. Das fand ich lustig. Es repräsentierte die subjektiv wahrgenommene Unendlichkeit seiner Regierungszeit. Es stand auch für das Gefühl in der Bevölkerung der Stagnation und des puren Machtinteresses dieser Person, die einfach nie genug von Macht und Einfluss haben konnte und immer wieder kandidierte und immer wieder kandidierte und immer wieder kandidierte und immer wieder….
  6. Ich erinnere mich daran, dass die Wirtschaft in den 80er Jahren nie wirklich in Bedrängnis war bzw. es wirtschaftlich sehr gut ging. Dennoch wurden jedes Jahr 40-50 Milliarden DM an Schulden aufgenommen. Dabei gab es doch das Prinzip nach Keynes: In guten Jahren spart man. Das ersparte Geld setzt der Staat wieder in schlechten Jahren ein, um Arbeitsplätze zu sichern und die Wirtschaft zu unterstützen. Das hatte Kohl oder deren Wirtschaftsexperten wohl auch nie wirklich verstanden. Da kommt über einen so langen Zeitraum einiges an Milliarden an Schulden zusammen, was unter anderem zum immensen Schuldenberg geführt hat, den wir heute noch abtragen müssen. Besten Dank auch.
  7. Nach der Parteispendenaffäre sah ich eine Diskussionsrunde, wo jemand zugegen war, der Mitglied der Kommission war, die diese Affäre untersuchen sollte. Dieser Mann war selbst Mitglied der CDU. Er äußerte sich empört und sprach von erschreckenden Verhältnissen innerhalb der CDU. Als Beauftragte PCs der CDU sicherstellen sollten, waren diese verschwunden oder zerstört und Belege vernichtet worden oder ähnliches, genau erinnere ich mich nicht mehr an die Einzelheiten dieses Zeugen. Das ist nur das, woran ich mich erinnere.

NRW wählt Langeweile

Mein Gott. Was ist das ein niederschmetterndes Wahlergebnis heute in NRW.

Wieder haben die alten ‚Nachkriegsparteien‘ die meisten Stimmen erhalten.
Ich schreibe hier ‚Nachkriegsparteien‘, nicht weil ich nicht weiß, dass es z.B. die SPD bereits vor dem zweiten Weltkrieg gegeben hat.
Ich schreibe das, weil CDU, SPD und FDP Parteien sind, die seit dem zweiten Weltkrieg quasi nichts fundamental geändert haben.
Es wurde nichts gewagt, z.B. das Steuersystem reformiert, es wurde alles belassen wie es ist. Nach dem Motto ‚Bleibt alles anders‘.
Oder: ‚Wenn ich nichts mache, kann ich auch nichts falsch machen.‘

Es wurde nur an zahlreichen Schrauben gedreht und alles derart extrem komplex gemacht, so dass niemand mehr durchsteigt und dadurch die Gefahr steigt, dass das Resultat des Systems unfair und undurchschaubar wird.

Dabei befinden wir uns aber nicht mehr in der Nachkriegszeit, sondern im 21. Jahrhundert.
Es reicht nicht mehr, zu palavern und die Hände in die Taschen zu stecken. Es muss gehandelt werden!

Dieses Jahrhundert, eigentlich schon seit Ende des vergangenen Jahrhunderts, verlangt nach neuen Lösungen!

Ich spreche hier von folgenden Problemen und Herausforderungen:

1. Massive Umweltzerstörung
Auch wenn es viele nicht wahr haben wollen: Es gibt fast keine Natur mehr in Deutschland. Aktuelles Beispiel: Der sog. ‚Stumme Frühling‘.
Was ist das? Es meint, dass wenn weiter mit Insektiziden im großen Stil die Felder zugemüllt werden, sehr bald keine Vögel mehr zu finden sein werden. Einfach, weil es keine Insekten mehr gibt und Vögel daher verhungern werden. Daher wird es irgendwann kein Gesang mehr in den Gärten geben. Was eine tolle Vorstellung für die Zukunft, vorallem der Zukunft unserer Kinder!
Zynisch: ‚Na ja, die kann man ja vor ein Smartphone setzen, kriegen die eh nichts mehr vom Real Life mit.‘
Es gibt noch unendlich viele weitere Umwelt-Themen, das würde jetzt allerdings diesen Rahmen sprengen. Leute, denkt doch zumindest an die Zukunft eurer Kinder! Wenn ihr bereits auf eure Zukunft keinen Wert legt, doch bitte für eure Kinder: Es geht um nichts geringeres als um die Zukunft unserer Spezies!

2. Gerechte Verteilung des Wohlstandes
Menschen, die in der Fußgängerzone nach Pfandflaschen im Mülleimer suchen. Mehr als 1,5 tausend Kinder, die in Osnabrück wöchentlich zur Tafel gehen müssen, weil sie zuhause nichts zu essen bekommen. Renter, die vom Sozialamt Zulagen bekommen müssen, weil sie sonst erfrieren oder verhungern würden. Ein Mindestlohn, von dem ein Arbeitnehmer nicht existieren kann  usw. usf.
Als Gegensatz dazu Superreiche, die nicht wissen, wohin mit dem Geld. Die noch subventioniert werden durch massive Steuerbegünstigungen. Manager, die mehrere Millionen Gehalt pro Jahr erhalten inkl. Gelder für Vorstandspositionen usw. usf.
Das alles scheint mittlerweile völlig normal.
Ist es aber nicht! Es muss geändert werden!

3. Renten
Es kann doch nicht sein, dass wenn man 35-40 Jahre gearbeitet hat, mit dem Geld der Rente nicht (über)leben kann! Aus der eigenen Verwandtschaft und Bekanntschaft stelle ich Fälle fest, die schlicht menschenverachtend sind, insbesondere im Vergleich zu den Renten, die beispielsweise Politiker bekommen, die lediglich wenige Jahre in Positionen mit Verantwortung waren.
Das Thema Rente ist an dieser Stelle sicherlich noch ausbaufähig, möchte es jetzt aber nicht weiter behandeln.
Die Rente muss, zumindest nach dem Vorbild Österreich, angepasst und verbessert werden. Schluss mit der Angst- und Panikmache!
Lasst euch nicht verarschen, es wäre genug Geld da, wenn es nicht nach Brüssel oder Frankfurt geleitet werden würde. Es steht uns zu, denn wir haben dafür ein Leben lang gebuckelt!

4. Steuersystem
Ich habe bereits erwähnt, dass das Steuersystem Wohlhabende begünstigt.
Außerdem muss es stark vereinfacht werden, damit man es als normaler Arbeitnehmer versteht und auch selbst einschätzen kann.
Steuern, die nicht das bieten, was sie versprechen, z.B. die Ökosteuer, müssen rigoros abgeschafft oder zumindest umbenannt werden. Das schafft Transparenz. Ansonsten muss der Verdacht gestattet sein, dass es sich hier nur um Geldbeschaffung handelt und der normale Bürger nur verarscht und abgezockt wird.

Das ganze Thema, was man alles dringend ändern muss(!) ist sehr umfangreich und deshalb habe ich hier nur die aus meiner Sicht auffälligsten Punkte genannt.

All das wollen die o.g. ‚Nachkriegsparteien‘ im Grunde aber nicht wirklich anfassen, sondern eher vermeiden.
Diese Parteien sind satt, quasi die Altlast des Wirtschaftswunders.
Und jedes Jahr langweilen sie mich mit ihren Ausdünstungen im Fernsehen, ohne Inhalte und Fundament. Ohne Willen zur Veränderung und ohne Rückgrat, um notwendige Änderungen durchzusetzen.

Nun geht es wieder los, nach dieser Wahl.
Das unwürdige Geschachere, wer welche Position bekommt.
Inhalte? Pah, was juckt mich das Gerede von gestern!
Was kotzt mich dieses würdelose Gelechze und Zugeschiebe nach den besten Posten an!

Wieso wählen die Menschen diese Altlasten?
Früher waren zumindest noch Politiker mit Charakter und Willensstärke dabei (siehe Brand und Schmidt).

Doch heute handelt es sich doch nur um Opportunisten, die im Grunde ihren gesamten beruflichen Weg danach ausgerichtet haben, eine möglichst erfolgreiche und glatte Karriere hinzulegen. Keine Frage, dass es hier nicht um das Wohl des Volkes, der Bevölkerung oder der Spezies geht.

Was bin ich müde, dies mit anzusehen.
Ich glaube, der Mensch hat es nicht besser verdient.
Das Leben heißt Veränderung!
Was sagt uns dazu das Ergebnis dieser Wahl?

Weitere 4 Jahre Langeweile und Kompromisse mit denen, denen das Wohl der Bevölkerung völlig egal ist, die nur reich sein und ihre Gier gestillt sehen wollen. Warum ist das alles so primitiv?

Was, wenn es die Zeit garnicht gibt?

Als ich neulich zu den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen hinsichtlich des Wesens der Zeit im Netz recherchierte, war ich auf den Zusammenhang mit der Bewegung bzw. Geschwindigkeit gestoßen.
Wenn man sich beispielsweise vorstellte, dass man sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegte, würde man feststellen, dass für uns bzw. unser Bezugssystem keine Zeit vergeht.
Dieser Aspekt geht auf Einsteins Relativitätstheorie zurück, der die Zeit, auch wenn dessen Wesen als solches unverstanden ist, in Bezug zum Raum setzt.
Im Grunde könnte man also sagen, dass für jeden von uns die Zeit in gleicher Weise erfahrbar ist, weil wir uns mit gleicher Geschwindigkeit durch den Raum bewegen.

Wir Menschen erfahren die Zeit, als sei sie fließend und omnipräsent. Quasi ein fundamentaler Bestandteil unserer Welt.

Auch wenn das Wesen der Zeit als solches unbekannt ist, besteht doch Übereinstimmung in der Definition, dass sie als eine Abfolge von Ereignissen definiert werden kann. Wie man in diesem Zusammenhang Ereignisse definiert, wäre diskutabel.
Demzufolge könnte man auch annehmen, dass ohne Ereignisse keine Zeit vorhanden oder erfahrbar wäre.

Für uns Menschen, denn aus einer anderen Sicht vermag ich es momentan nicht zu beschreiben, entsteht der Eindruck der fließenden Zeit wohl im Wesentlichen durch zwei Aspekte:

  1. Erinnerungen bzw. das Gedächtnis
  2. Das Prinzip der Kausalität

Erinnerungen stellen letztlich nichts anderes als Informationen dar. Ich kann auf die Information zurück greifen, wie die letzten Minuten gewesen sind, bzw. welche Ereignisse geschehen sind.
Welche Szenen haben ich vorher in diesem Film gesehen?
Habe ich Butter eingekauft?
Ja, es war beim Discounter um die Ecke, ca. 16 Uhr.

Dadurch, dass ich ein Verständnis der Kausalität erlangt habe, weiß ich, dass mein Handeln bzw. meine Entscheidungen zu einem gewissen Ergebnis führen werden. Oder besser gesagt, dass ich durch gewisse Entscheidungen die Wahrscheinlichkeit beeinflusse, wie sich etwas entwickeln könnte.
Letztlich ist es eine Kalkulation, eine Art Wahrscheinlichkeitsrechnung, die auf Grundlage von Informationen, die wir durch Erfahrungen (Erinnerungen) gewonnen haben, durchgeführt wird und aufgrund dessen wir Entscheidungen treffen.

Letztlich könnte unser Verständnis von der Zeit, wie wir es erfahren, falsch sein.
Es könnte sein, dass unsere Welt durch eine Abfolge von ungezählten Ereignissen voranschreitet bzw. sich entwickelt oder gar erst entsteht.
Je nachdem, wofür ich mich entscheide, habe ich einen Einfluss darauf, was sich ereignen wird.
Doch die Zeit als solches muss nicht ein feststehendes Fundament sein, das ohne uns fortbesteht und einfach immer weiter fortschreitet.

Wie Hans-Peter Dürr einst sagte: Wir alle sind die Künstler, die in jedem Moment das Bild unserer Realität gemeinsam erschaffen.

Wenn ich mir vorstellte, es gäbe eine Welt oder eine Existenz außerhalb unseres Universums, gäbe es dort Zeit wie wir es kennen?
Vor dem Urknall, davon wird ausgegangen, gab es keine Zeit. Eben, weil es keine Ereignisse gab.

Doch blickte man von einer wie auch immer gearteten Welt außerhalb unseres Universums auf unsere Erde, auf der durch eine Unzahl an Ereignissen etwas geschieht, also aus unserer Sicht Zeit vergeht, und würde man auf diese Welt Einfluss nehmen, quasi von einem Moment auf den anderen. Würden wir es bemerken?
Wäre es nicht wie in einem Computer-Spiel, wenn man auf den Pause-Button klickt?
Man könnte die Zeit anhalten, etwas verändern oder eingreifen und die Zeit wieder laufen lassen, indem man die Ereignisse weiter ablaufen läßt.
Wir selbst würden es nicht bemerken, fast so, wie es für Lara Croft sein muss. Man speichert das Ergebnis der Ereignisse innerhalb eines Spiels ab, also das Resultat dessen, was bisher gemacht bzw. entschieden wurde.
Später lädt man diesen Speicherstand einfach wieder. Aus Sicht von Lara Croft, ist keine Zeit vergangen. Sie sieht sich dem gleichen Moment gegenüber wie zuvor.
Tatsächlich hätten aber immense Änderungen am Spielverlauf von außen -z.B. durch diverse Entscheidungen- durchgeführt werden können, so dass sich die Zukunft verändern würde.

Ist dies der Trick, wie sich außerirdische Instanzen in unsere Welt ‚hacken‘?
Könnte dies erklären, was Menschen mit einer Nahtodeserfahrung berichten?
Dass sie ihr komplettes Leben an sich haben vorüber ziehen sehen? Einfach, weil es in dieser Welt außerhalb unserer Welt keine Zeit gibt und man den kompletten Ablauf des Lebens auf dessen informationeller Grundlagen zurück berechnen kann? Oder indem man einfach auf die gesammelten Informationen zurück greift?

Macht Euch die Erde Untertan. Oder: Von denen, die keine Lobby haben.

Ein nicht ungewöhnliches, aber denkwürdiges Ereignis.
Heute, als ich mit den Hunden draußen war.
Uns kam eine ältere Frau entgegen auf einem Weg, der nicht breiter als ca. 2,5m war.
Da ich gerade um die Ecke kam, hatte ich die Dame nicht eher sehen können. Und unsere Hunde hatte ich an diese Aufroll-Leinen angeleint.
Das sind diese Leinen, deren Schnur man per Knopfdruck einfahren kann. Deshalb waren die Hunde recht weit von mir weg.
Eine unserer Hündinnen ging etwas auf die Dame zu, um zu schnüffeln.
Doch die Dame wich aus, ängstlich, fast panisch. Mit dieser bestürzten, ablehnenden und Missmut ausdrückenden Mimik und Gestik.
Als ob die Hunde etwas Böses, Gift oder der Teufel persönlich wären.
Dabei ist ‚Teufel‘ die passende Überleitung. Denn dieses Ereignis fand im Hof unserer Gemeinde-Kirche statt, genauer zwischen Grünfläche und Friedhof.
Seltsam, dachte ich, irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass gerade die, die religiös und/oder gläubig sind, eine Abneigung gegenüber allem, was nicht Mensch ist haben. Oder sie interessieren sich hauptsächlich nur für die Belange der eigenen Spezies.

Kann natürlich auch sein, dass es nur täuscht.
Aber nichtsdestotrotz befängt mich stets das Gefühl, gerade wenn ich mit den Hunden hier entlang gehe, dass man hier unter Beobachtung steht. Jede noch so kleine Auffälligkeit, z.B. dass ein Hund auf die Grünfläche pinkeln könnte, versuche ich zu vermeiden.

Woher kommt das, gerade an diesem Ort?

Oder ist es eher meiner Verwunderung geschuldet, dass ich der Meinung bin, dass doch gerade die, die glauben, ein höheres Verständnis von der Existenz als solche besitzen sollten, da sie sich doch mit diesen Dingen intensiver auseinandersetzen sollten, als z.B. jemand, der an nichts glaubt oder sich nie mit einem Glauben auseinander gesetzt hat oder nur in den Tag hinein lebt?
Glaube ich nicht deshalb diesen bestimmten Glauben, oder gibt es auch andere Beweggründe?
Und wenn ich mich im Zuge meiner Auseinandersetzung mit den Dingen dieser Welt im Zuge meines Glaubens auseinandersetze, sollte ich nicht zum Verständnis kommen, dass es mehr gibt, als die Belange der menschlichen Spezies?

Denn Gott hat die Welt geschaffen. So steht es doch in fast allen Schriften.
Wie kann man, wenn man gläubig ist, der Auffassung sein, dass der Mensch das Maß aller Dinge ist?
Wenn Gott demnach auch Tiere geschaffen hat? Wieso haben wir dann das Recht, Tiere abzulehnen, anders oder schlechter zu behandeln als uns selbst?
Diese Spezies zu unterjochen, zu quälen, zu mißbrauchen und auszurotten bzw. völlig unseren Interessen, die mehr als fragwürdig und primitiv sind, unterzuordnen?

Ein beliebtes Zitat aus der Bibel ist ja: Macht Euch die Erde Untertan.

Und das wurde Jahrtausende von den Kirchen derart verkündet und in die Hirne der Menschen gebrannt.

Nun, da die Umwelt bis in letzter Konsequenz von uns instrumentalisiert, misshandelt, unterjocht, dezimiert und katalogisiert ist, und das mit größter Bestimmtheit, Aggression und Brutalität, steht die Kirche vor einem Scheiterhaufen.

Denn wenn die Umwelt vergiftet und zerstört ist, werden unseren Kindern die Lebensgrundlagen fehlen.
Denn auch wenn es Milliarden Handys gibt: Essen und trinken müssen wir weiterhin.
Ganz nebenbei wollen wir auch noch gesund sein. Mit vergifteten und künstlichen Lebensmitteln wird das wohl kaum gelingen.
Das dürfte doch wohl jedem einleuchten, oder etwa nicht?

Also, wenn ich das zusammen fasse.
Wenn ich doch glaube, zumindest an die Schöpfung und an Gott.
Muss ich dann nicht alle Geschöpfe in meinen Glauben mit einbeziehen?
Denn Gott hat sie erschaffen und daher wird ihm an diesen Geschöpfen, die nun nicht gerade Mensch sind, auch etwas liegen.
Hätte er sie sonst geschaffen?
Wenn man denn schon in diese Richtung glaubt, wie würde es Gott wohl finden, wenn wir seine Geschöpfe so behandeln, wie wir es tun?
Und wenn wir uns an seinen Geschöpfen quasi vergehen, wäre das dann nicht ein Sündenfall schlechthin?

Wenn wir seine Geschöpfe als etwas minderwertiges behandeln, mit dem wir mit größter Selbstverständlichkeit, Aggression und Brutalität umgehen können, wie es uns gefällt?
Vorausgesetzt, Gott denkt, empfindet oder urteilt in etwa wie ein Mensch (könnte man denken, wenn man die Schriften so liest), gehe ich mal davon aus, dass es er es wohl kaum so toll finden würde, wenn wir so mit unseren Mitgeschöpfen verfahren, wie wir es tun!

Also, wenn man denn nun gläubig ist, und da habe ich lediglich den Glauben an einen Gott, der diese Welt geschaffen hat, und an die Schöpfung als solches vorausgesetzt: Muss man dann dessen Schöpfung nicht ehren, respektieren, hegen, pflegen oder gar lieben?

Muss ich als gläubiger Mensch dann nicht diese einfachen Grundprinzipien auch verstanden haben und leben?

Und wenn nicht. Wieso glaube ich dann bzw. gehe einmal die Woche zur Kirche, wenn ich nicht einmal diese einfachen, aber logischen und nachvollziehbaren Grundverständnisse nicht verstanden habe und vorallem nicht auch lebe?
Oder ist das alles bereits zu hoch oder zu weit hergeholt?
Basteln wir uns unseren Glauben oder Gott so, wie wir es gerade brauchen oder wie es für uns gerade günstig erscheint?

Gehe ich sonst nur zur Messe, um mir ein paar schlaue Verse aus der Bibel von jemandem vorlesen zu lassen, von dem ich meine, dass zumindest er das alles verstanden hat?
Hat der Glaube dann nicht nur eine Alibi-Funktion, vielleicht sogar nur, um mein Gewissen zu beruhigen?

Kann man dieses Selbstverständnis nicht von jedem, der an diese einfachen Grundannahmen glaubt, eigentlich prinzipiell voraussetzen?

Aber wer weiß, vielleicht war die Dame heute früh auch nur schlecht drauf oder hatte schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht.
Doch mein tendenziell im Hintergrund schwelendes Gefühl, dass die meisten Gläubigen diese einfachen Grundannahmen des Glaubens garnicht leben oder verstanden haben, bleiben ungut im Hintergrund.
Zumindest meine ich jedes Mal ein seltsames Gefühl in diese Richtung zu verspüren, wenn ich hier mit den Hunden(=Geschöpfe Gottes) entlang spaziere.

Liebe Niedersachsen, wehrt Euch, denn das ist nicht schwer, kauft einfach kein Homann mehr

Es ging heute durch die Presse. Homann, ein bekannter und regional ansässiger Feinkosthersteller, will seine Werke in Dissen und Bad Essen dicht machen und entweder in Polen oder Sachsen wieder aufbauen.
Damit einhergehend würden in der Region ca. 1500 Arbeitsplätze wegfallen.
Die Stimmen der Interviewpartner, Mitarbeiter der Betriebe, wirkten ziemlich entmutigend, enttäuscht und hilflos.

Dabei ist man nicht völlig machtlos. Vielmehr besitzt der einzelne Konsument mehr Macht als er meint.

Das Problem ist eben der Zusammenhalt, was uns durch politische Maßnahmen in der jüngsten Vergangenheit versagt, aberzogen oder gar unterbunden wurde.
Denn das Gute an der radikalen, neoliberalen Marktwirtschaft ist die Einfachheit mit der es funktioniert.
Der Hintergrund dieser aller Entwicklungen läßt sich mit einem Wort beschreiben: Geld.
Es geht einzig ums Geld, das ist auch schon alles.

Man muss lernen, als mündiger Bürger und Konsument diese Monstren der Wirtschaft zu lenken und zu beherrschen.

Angenommen, die Mehrheit (zumindest) der Niedersachsen würde ab heute keine Produkte von Homann mehr kaufen, und zwar stringent, diszipliniert und auch nicht nur für eine Woche, sondern langfristig, und damit meine ich mehrere Jahrzehnte, würde sich die Führung dieses Unternehmens es sich mehrmals überlegen, ob sie die o.g. Werke schließt.
Das ist doch keine Kunst, sich das auszumalen.
Es würde auf jeden Fall wirken!

Seid ihr also bereit, diese Boykott zu leben und damit den Kollegen dieser Werke zur Seite zu stehen?
Auch, wenn ich fürchte, dass es niemals zu diesem Boykott kommen wird (dafür habe ich meine pessimistischen aber berechtigten Gründe), habe ich persönlich beschlossen, für den Rest meines Lebens keine Homann-Produkte mehr zu kaufen.
Ich kann euch versprechen, dass ich mich daran halten werde, wie ich es bereits mit anderen Produkten getan habe.

Für mich ist das keine besondere Herausforderung, denn ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und habe meine Prinzipien.
Ich kaufe nicht einfach wie ein Konsumvieh alles, was mir im Geschäft zwischen die Finger kommt, sondern ich wäge stets genau ab, ob ich das kaufen will oder gutem Gewissens nach kaufen kann oder dergleichen.

Wird sich jemand daran beteiligen?
Werdet mündig und nutzt eure Macht!

An sich ist das kein Problem.
Das Internet hilft dabei, sich zu organisieren, Informationen auszutauschen und sich abzustimmen.

Verlasst euch nicht auf die Politik oder die Wirtschaft und nehmt euer Schicksal selbst in die Hand!
Wozu seid ihr sonst auf der Welt? Wollt ihr nur essen, arbeiten und schlafen gehen?
Gebt euch nicht auf!

6000 km in 20 Monaten mit dem Rad zur Arbeit: Wieso gibt es keine Steuerfreibeträge?

Mein Tacho beweist es: Ich bin in den letzten 20 Monaten 6000 km mit dem Rad gefahren.
Der Großteil der Strecke setzt sich aus dem Weg zur Arbeit und wieder zurück zusammen.
Fast täglich fahre ich den Weg zur Arbeit hin und zurück.
Wenn es nicht gerade regnet oder schneit oder ich mich sonstwie nicht gerade schlecht fühle.

Einfache Strecke ca. 10,15 km, täglich also ca. 20,2 km.

Bei einem Verbrauch von ca. 7,5 l pro 100 km (unser Auto im Stadtverkehr), habe ich umgerechnet 450 l Sprit gespart.
Bei einem Preis von im Mittel und geschätzt 1,38 Euro pro Liter Super, habe ich 621 Euro in 20 Monaten und 372 Euro in 12 Monaten gespart.

Dabei habe ich ca. 1048 kg CO2 (Annahme von 2,3 kg pro Liter Treibstoff Super) per Verbrennung durch unser Auto nicht ausgestoßen.

Weiterer Benefit: Ich fühle mich besser und bin potentiell gesünder. Unter dieser Annahme könnte es sein, dass ich länger gesund bleibe als wenn ich nicht Rad fahren bzw. mich sehr wenig bewegen würde.

In Summe, wenn also Millionen Menschen in der Bundesrepublik mit dem Rad zur Arbeit fahren würden, ließen sich sehr wahrscheinlich enorme Ausgaben im Gesundheitsbereich sparen.

Das sind die Fakten.

Doch wenn ich (mit dem Rad) zur Arbeit fahre, treffe ich eher selten auf andere Radfahrer.
Eigentlich kann man diese an einer Hand abzählen, wenn es hoch kommt!

Da habe ich mich gefragt, wie man mehr Menschen auf das Rad bekommen könnte.
Freiwillig oder aus idealistischen Gründen, wird das wohl leider schwer umsetzbar sein.
Dies bereits allein, weil es so viel bequemer ist, sich im warmen Auto, von Musik berieselt, zur Arbeit gleiten zu lassen.

Doch, wäre es nicht eine gute Idee, wenn man Arbeitnehmern, die nachweislich mit dem Fahrrad zur Arbeit (und/oder zurück) fahren, ganz einfach Steuervergünstigungen in Form z.B. von Freibeträgen zusprechen würde?

Die Grundfrage ist doch: Wie kann ich die Umwelt schonen oder schützen und gleichzeitig die negativen Aspekte des bestehenden, radikal-kapitalistischen Systems ohne viel Aufwand nutzen und umwandeln?
Und vielleicht sogar langfristig eine Änderung des Bewußtseins hervorrufen?

Da halte ich doch einen Steuerfreibetrag für ideal geeignet!
Sehr viele Menschen wechseln bereits wegen 100 Euro pro Jahr die Versicherung oder den Handyvertrag.
Was also, würde es allein bewirken, wenn man, sagen wir 400 Euro pro Jahr, an Steuern sparen könnte?
Das wäre doch enorm. Aber ich denke, um eine prägnante Umwälzung in diesem Sinne zu erreichen, müßten schon mehrere hundert Euro jährlich drin sein.

Doch, wieso gibt es das nicht längst schon?
Könnte man annehmen, dass der Umweltschutz und die Gesundheit der Bevölkerung der Politik nicht wichtig ist?
Dass es kein übergeordnetes Ziel im politischen Handeln und lediglich Lobbyismus gibt?

Wieso gibt es keine einfachen Anreize, die Bevölkerung dazu zu bringen, nicht mit dem Auto zur Arbeit zu fahren und sich gesünder zu verhalten?

Klar, die technische Umsetzung dürfte anspruchsvoll sein.
Schließlich muss man jedweden Mißbrauch unterbinden.
Vielleicht wird es sogar Leute geben, die ihr Fahrrad in den Kofferraum packen, um somit vorzutäuschen, mit dem Rad zur Arbeit gefahren zu sein.
Da habe ich auch bereits Ideen, um derartige Betrugsfälle ‚abzufangen‘.
Es liefe alles nur auf die Raffinesse der technischen Umsetzung hinaus. Ich halte es aber nicht für unmöglich.
Es ist, wie so oft, einfach nur eine Frage des Willens.

Sinnvoller, als eine Pseudo-Steuer (Ökosteuer) zu erheben, mit dessen Geldern rein garnichts für die Umwelt gemacht wird, würde es auf jeden Fall sein.